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Aktuelles

30.06.2020

BLTV begrüßt krisenbedingte Förderung technischer Verbreitungswege in Brandenburg

Berlin, 30.06.2020. Der Bundesverband Lokalfernsehen (BLTV) begrüßt die Verabschiedung des Förderprogramms für die von der Covid-19-Krise geschädigten lokalen Lokalfernseh- und Hörfunkveranstalter in Brandenburg.

In einer gestern unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung stellt die Landesregierung Brandenburg der Medienanstalt der mabb Landesmittel in Höhe von 750.000 Euro zur eigenverantwortlichen Verwendung zur Verfügung.

„Brandenburg hält Wort. Wir freuen uns für unsere brandenburgischen Lokal-TV-Sender, dass nun zunächst Mittel für die technische Verbreitung zur Verfügung gestellt werden“, so Ulrich Poesselt, Vorstandsvorsitzender im Bundesverband Lokalfernsehen.

Inhalte-Förderung steht noch aus

Allein die Unterstützung einer technischen Verbreitung reiche allerdings nicht aus. Man warte noch immer auf die Freigabe der im Koalitionsvertrag vereinbarten 1,5 Mio. Euro. Gerade in den zurückliegenden Krisenmonaten hätten die lokalen Fernsehsender ihre Programme umgestellt und den Fokus auf die Versorgung der Bevölkerung mit regional und lokal relevanten Covid-19 Informationen gelegt, so der BLTV-Vorstand.

„Die deutschen Lokal-TV-Sender berichteten speziell von März bis Mai täglich in der notwendigen Ausführlichkeit und Sachlichkeit über die Lage in Gemeinden, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Betriebsstätten vor Ort, oder etwa über die Situation an den jeweiligen Grenzübergängen zu den EU-Nachbarländern und die Auswirkungen der Pandemie auf lokaler Ebene“, so Poesselt.

Inzwischen haben viele Veranstalter wieder zu ihren Programmformaten zurückgefunden, der umfassende Einbruch bei Werbung und Auftragsproduktionen sei allerdings geblieben. Ohne Förderung stehen professionell produzierte lokaljournalistische Inhalte in vielen Regionen Deutschlands vor dem Aus.

Bisher haben Bayern und Thüringen eine schnelle, generelle und unkomplizierte Förderung auf den Weg gebracht. Auf vergleichbare Unterstützungen und Umsetzung angekündigter Zusagen müssen viele Sender in anderen Bundesländern noch warten.

04.06.2020

Aufruf an die Abgeordneten:

Zustimmung zur Beitragserhöhung an Leistungen für lokale Medienvielfalt knüpfen!

Berlin, 29.05.2020. Der Widerstand gegen ein Durchwinken der geplanten Erhöhung des Rundfunkbeitrages von ARD/ZDF/Deutschlandradio formiert sich. Vor allem aus Sachsen-Anhalt kam bislang Gegenwind. Nach Gesprächen mit medienpolitischen Sprechern sowohl der Regierungs- als auch der Oppositionsparteien seitens der Sendervertreter in Sachsen-Anhalt bestätigen Abgeordnete ihre Position, eine Zustimmung im Landtag von Magdeburg mit einer Forderung nach Teilhabe der lokalen Fernsehveranstalter zu verknüpfen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert bereits seit Jahren die Teilhabe der lokalen Fernsehsender, die einen quasi-öffentlich-rechtlichen Auftrag auf lokaler und regionaler Ebene erfüllen, an den Gebühreneinnahmen von ARD/ZDF und Deutschlandradio. Haseloff hatte zudem an eine Selbstverpflichtung von ARD/ZDF und Deutschlandradio auf die Sparvorgaben der KEF appelliert.

„Die Diskussion wird in den nächsten Jahren drauf hinauslaufen, dass wir das, was wir über Gebühren einnehmen, in das Gesamtmediensystem hinein projizieren, damit wir Vielfalt haben, vor allem Regionalität und Örtlichkeit, die sonst kaum noch stattfindet“, sagte Haseloff bereits 2015 anlässlich der Verleihung des deutschen Regionalfernsehpreises „Regiostar“ in Magdeburg. „Wir müssen generell umdenken, die Medienwelt ist in einem Umbruch“.

„Der Bundesverband Lokal TV (BLTV) fordert die Abgeordneten in Sachsen-Anhalt sowie allen anderen Bundesländern auf, die historische Chance zur Sicherung lokaler Medienvielfalt zu nutzen und die Zustimmung zur Gebührenerhöhung konkret mit Abgaben zur Erhaltung der lokalen Fernsehmedien zu verknüpfen“, so der BLTV Vorstandsvorsitzende Ulrich Poesselt. Es gehe dabei um nicht weniger, als den Erhalt der dualen Medienordnung. Eine Beteiligung der kleinen Sender, die in vielen Bundesländern zum Kulturgut zählen, sei auch im Interesse von ARD und ZDF, da sie zur Akzeptanzsteigerung des Rundfunkbeitrags beitrügen, so Poesselt.

Die Teilhabe der Lokalsender an den Einnahmen des Rundfunkbeitrages ist für das Überleben lokaler und regionaler TV-Sender in Deutschland mittelfristig unabdingbar. Der Bundesverband Lokal TV (BLTV) verweist dabei auf die erfolgreiche Umsetzung in Ländern wie der Schweiz oder Großbritannien, wo die Beteiligung der privaten Lokalsender an der öffentlich-rechtlichen TV-Gebühr nachhaltig zu einer stabilen Senderlandschaft und damit zur Vielfalt des Mediensystems beigetragen hat. Auch in Bayern werden die Sender bereits seit Sendebeginn durch ein Sondermodell gefördert. Zahlreiche Vertreter aller Fraktionen in den Landtagen haben die Notwendigkeit der Beteiligung der Lokalsender am Rundfunkbeitrag seit langem anerkannt.

In Sachsen-Anhalt zeichnet sich derzeit keine Mehrheit für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab. Dieser soll Anfang 2021 von 17,50 Euro auf 18,36 erhöht werden. Für diese im Medienstaatsvertrag enthaltenen Erhöhung bedarf es der Zustimmung aller 16 Landtage, ansonsten kann der Medienstaatsvertrag nicht in Kraft treten.

16.03.2020

Corona-Virus trifft Lokal-TV in voller Härte

Dramatische Einbrüche bei Werbung und Produktion bei herausragender Notfallversorgung im Lokalen


Berlin, 16.03.2020. Die Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) schlägt auf das lokale Fernsehen in Deutschland durch. Die Sender vermelden neben einer teils umfassenden Reduzierung von Medialeistungen auch die zunehmende Stornierung von überlebensnotwendigen Auftragsproduktionen.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spüren wir schon seit Anfang März, da wir ein Messe-Studio auf der ITB geplant hatten. In der vergangenen Woche haben die Absagen von Veranstaltungen in unserem Sendegebiet natürlich zugenommen, unter anderem von Gesundheits-, Bau- und Weinmessen. Dadurch verlieren wir sowohl Programminhalte als auch gebuchte Medialeistungen,“ sagt Sascha Devigne, Chefredakteur von STUDIO 47 in Duisburg. Devigne beziffert den Schaden in seinem Hause allein in den letzten Tagen auf über 10.000 EUR.

Für die Sender werde es zudem immer schwieriger, die Tagesprogramme aufrechterhalten zu können. Das Thema Corona-Virus sei nicht zuletzt durch das inzwischen lahmgelegte öffentliche Leben auch auf lokaler Ebene dermaßen omnipräsent, dass es kaum noch möglich sei, über andere Themen zu berichten, heißt es von verschiedenen TV-Stationen. Zudem könnten die ohnehin kleinen Teams aufgrund der Produktionsvorgänge kaum auf Home-Office ausweichen. Einige Sender stünden vor der Schwierigkeit, dass die Mitarbeiter aufgrund der Einschränkungen im Nahverkehr nur noch mit großen Schwierigkeiten zur Arbeitsstätte kommen könnten, heißt es etwa von Hauptstadt.TV, das seine Produktionsstätten in Potsdam und Berlin betreibt. Die Sender entwickelten aktuell verschiedene Havariepläne, um die Programme weitgehend sicherstellen zu können.

Zugleich belegt die aktuelle Krise den herausragenden Wert und die Notwendigkeit des Lokalfernsehens. Die deutschen Lokal-TV-Sender berichten seit Tagen in der notwendigen Ausführlichkeit und Sachlichkeit über die Lage in Gemeinden, Krankenhäusern und Betriebsstätten vor Ort, oder etwa über die Situation an den jeweiligen Grenzübergängen zu den EU-Nachbarländern und die Auswirkungen auf lokaler Ebene.

Der Vorstand des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV) fordert in diesem Zusammenhang die Regierungen von Bund und Ländern auf, den Lokalfernsehbetreibern mit expliziten Notstands-Förderungen zu helfen, um nicht zuletzt der besonderen Lage in den Regionen mit notwendigen Informationen und Sicherheitshinweisen gerecht zu werden und den Sendebetrieb der TV-Stationen weiter aufrecht erhalten zu können.



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30.06.2020

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Aufruf an die Abgeordneten:

04.06.2020

Zustimmung zur Beitragserhöhung an Leistungen für lokale Medienvielfalt knüpfen!

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Corona-Virus trifft Lokal-TV in voller Härte

16.03.2020

Dramatische Einbrüche bei Werbung und Produktion bei herausragender Notfallversorgung im Lokalen

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BLTV: Inhalte fördern! Es geht um die Demokratie!

17.12.2019

- Medienstaatsvertrag versagt bei Stabilisierung lokaler Medien
- Politik schaut Sendersterben tatenlos zu, allein Brandenburg agiert

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Lokale und regionale Sender werden weiter diskriminiert

10.12.2019

Neuer Medienstaatsvertrag zementiert Bevorzugung von internationalen Internetangeboten, überholte Werbeverbote für TV- und Radiosender werden verschärft

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"Lizenz verhindert lokale Werbung"

Berlin, 23. Mai 2019

BLTV-Vorstand Rene Falkner spricht sich für neues Lizenzierungsmodell aus

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